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Große Sonnenbrille

Da ist sie wieder
mal, die kleine dicke
Frau, schiebt ihr
Fahrrad und hinten dran wie
ein aufgeblasener Biberschwanz
der Anhänger, vollbepackt
mit sonstwas.

Sie ist alt, ich weiß nicht
wie alt genau, nicht mehr
jung auf jeden Fall, viel
sieht man eh nicht von ihr,
mehrere Schichten dicke
Klamotten, Schirmmütze, große
Sonnenbrille.

Ich hab sie noch nie
betteln sehn, noch
nie mit jemand sprechen.
Sie wirkt nie besonders
fröhlich oder traurig.
Sie schiebt einfach nur
den ganzen Sommer
ihr Gespann an der
Ostseeküste lang.

Große Sonnenbrillen
sind gerade Mode,
schreckliche Dinger,
verdecken die Augen
der Satten,
die ihr hinterherschaun
und dann ganz schnell
wieder zurück zu der
zweitausend Euro
Handtasche im Schaufenster.

Sie haben schon genug,
satt, immer,
aber sie kaufen trotzdem,
immer mehr,
immer wieder,
nimmersatt,
sie haben nichts besseres zu tun,
sie müssen sich davon
ablenken,
dass das einzige,
das sie in ihren
leeren Köpfen und verschrumpelten Herzen
noch wirklich bewegt, die
Angst
ist, die vor ihrem
Tod.

Ich schnappe mir drei Zeitungen
und gehe in den Laden und
lege sie auf den Tresen neben
die zweitausend Euro und bin
schon wieder draußen und sehe
die kleine Frau gerade noch um
die nächste Ecke verschwinden.

Bis bald.

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